Es gibt keine Feier ohne Gäste und natürlich auch keine Hochzeitsfeier. Denn was wäre eine Hochzeit ohne die fröhlichen Gesichter von Freunden und Verwandten oder vielleicht sogar entfernten Bekannten? Und da fängt das Problem oft auch schon an. Natürlich dürfen die Gäste nicht fehlen, aber wer soll überhaupt eingeladen werden? Wo fängt man an und wo ist Schluss? Und wenn das soweit klar ist, stellt sich auch die Frage, wer neben wem sitzen soll. Denn – es ist ein allseits bekanntes Problem – nicht jeder kann mit jedem. Und wir möchten die ausgelassene Hochzeitsstimmung schließlich nicht kippen, nur weil Onkel Paul und Tante Klara sich nach dem 2. Glas Wein nicht mehr ganz so gut verstehen.
Die Qual der Wahl – wer darf auf die Gästeliste Ihrer Hochzeit?
Der Gast ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer Hochzeit. Er gehört einfach mit dazu. Doch mit dem Gast kommen auch viele Fragen auf, die es zu klären gilt. Wer darf überhaupt Gast sein und wer nicht? Ich kenne das nur zu gut von Geburtstagen und anderen Festen und Familienfeiern: Ich bin gerade dabei, die Gästeliste zusammenzustellen und schon nach kurzer Zeit frage ich mich, wer da nun wirklich drauf gehört. Das fängt schon bei der Familie an.
Ich bin mir zum Beispiel nie ganz sicher, ob ich meine Cousine, die ich sowieso nie sehe, überhaupt einladen soll. Und wenn ich alle anderen Cousinen einlade, muss ich dann die eine auch einladen? Wie sieht es aus mit Arbeitskollegen? Müssen alle auf die Gästeliste, oder ist es in Ordnung, nur die einzuladen, mit denen man regelmäßig auch außerhalb der Arbeit Kontakt hat? Gehören Partner automatisch mit dazu? Fragen über Fragen, auf die es wohl nie die einzig wahre Antwort gibt.
Ich für meinen Teil bin mir sicher – so sehr wir uns auch bemühen – was die Gästeliste angeht, wird sich immer irgendjemand benachteiligt fühlen. Man kann es nicht allen recht machen, und wenn es um die eigene Hochzeit geht, dann sollten Sie das auch gar nicht erst versuchen. Hier zählen nur Sie selbst und Ihr zukünftiger Ehemann. Alle anderen haben an diesem Tag mal das Nachsehen, ohne dass Sie dafür ein schlechtes Gewissen haben müssen. Und deswegen sollten genau die Menschen auf Ihre Gästeliste, die Sie am schönsten Tag Ihres Lebens auch wirklich um sich haben möchten.
Eine Frage der (Sitz-)Ordnung: wo die Hochzeitsgäste Platz nehmen
Fertig ist die Gästeliste und die Einladungen sind auch schon verschickt. Aber eine Antwort auf alle Fragen gibt es natürlich trotzdem noch nicht. Das wäre doch auch wirklich viel zu einfach! Haben Sie sich schon Gedanken über die Sitzordnung gemacht? Ein Punkt, den ich immer sehr wichtig finde. Natürlich kann man eine Sitzordnung weglassen. Das spart zwar viel Zeit bei der Planung, macht die ganze Sache letztendlich aber doch nicht einfacher.
Es gibt sicher ein paar ganz bestimmte Menschen unter den Hochzeitsgästen, denen ein Platz möglichst nah am Brautpaar zusteht. Und den sollten sie dann auch bekommen. Außerdem sind da auch immer ein paar Leute, die gerne beieinandersitzen, darunter vielleicht auch noch Paare. Und wenn die, weil jeder einfach beliebig einen Platz wählt, keine Plätze mehr nebeneinander bekommen, dann geht es los mit Plätze tauschen und hin und her rücken.
Bis jeder dann den Platz hat, den er wirklich möchte, kann schon mal ein Weilchen vergehen, das Sie doch viel besser mit Feiern verbringen können. Natürlich gibt es auch Vorteile, wenn man keine festgelegte Sitzordnung hat. Zum Beispiel können neue Bekanntschaften geknüpft werden oder man lernt den eigenbrötlerischen Großonkel mal von einer ganz anderen, viel liebenswürdigeren Seite kennen. Aber dazu gehört natürlich auch eine Portion Glück.
Da es aber um Ihre Hochzeit geht, sollten Sie besser auf Nummer sicher gehen! Machen Sie sich also lieber die Arbeit und legen Sie eine gut ausgeklügelte Sitzordnung fest. Achten Sie darauf, dass die Gäste, die in unmittelbarer Nähe sitzen, sich auch richtig gut verstehen, dann ist der Grundstein für eine ausgelassene Stimmung gelegt.
Geschenke für den Hochzeitsgast
Auch nicht zu vergessen: das Gastgeschenk. Natürlich sind es Ihr Liebster und Sie, die an diesem Tag mit Aufmerksamkeit und Aufmerksamkeiten überhäuft werden. Dennoch schadet es nicht, den lieben Gästen auch eine kleine Freude zu bereiten. Seien Sie kreativ und überlegen Sie sich eine Kleinigkeit für die Damen und natürlich auch etwas für die Herren, damit auch Ihre Gäste sich noch möglichst lange an Ihren schönsten Tag im Leben erinnern können. Und die Sache hat natürlich auch etwas Gutes für Sie: Denn was kann Ihnen eigentlich Besseres passieren, als dass Ihre Gäste Ihnen schon von Anfang an gutgesinnt sind?
Noch keine Ideen, was die Gastgeschenke angeht? Ein Streifzug durch das Internet kann da wahre Wunder bewirken. Individuelle und kreative Gastgeschenke gibt es zum Beispiel auf DaWanda.de. Oder durchstöbern Sie mal die Angebote von Meine-Hochzeitsdeko.de und anderen Anbietern, die sich speziell auf Hochzeiten und das ganze Drumherum spezialisiert haben.
Fazit
Der Hochzeitsgast ist ein wichtiger Bestandteil Ihrer Hochzeit. Er ist eine nicht zu unterschätzende Größe, wenn es um den Erfolg Ihrer Hochzeitsfeier geht. Demnach ist ein Gast mit bester Laune für Ihre Hochzeit von unschätzbarem Wert. Und mit einer gut geplanten Sitzordnung und einer kleinen Aufmerksamkeit als Gastgeschenk können Sie sich dieser so gut wie sicher sein. Wer sich allerdings zu den Gästen Ihres großen Events zählen darf, das entscheiden Sie und ihr Bräutigam ganz alleine. Denn das ist Ihr großer Tag.
Redaktion: C. Rusch
Artikel: Janine Heinz
Fotos: Kirill Brusilovsky